Wie politisch darf Fußball sein, Oke Göttlich?

01.08.2025
Folge
14
Zu Gast
Oke Göttlich
beschreibung

Oke Göttlich ist Präsident des FC St. Pauli. Der Verein fällt nicht nur durch sportlichen Erfolg auf, sondern auch durch seine klare Haltung. In dieser Folge von „Damit die Guten gewinnen“ sprechen wir über die Rolle des Fußballs in der Demokratie, über Haltung, Diversität, Gemeinschaft – und darüber, wie man mit Fußball mehr bewegen kann als nur den Ball.

Transkript (KI-generiert)

Einleitung und Vorstellung

Thomas Mühlnickel: Oke Göttlich, herzlich willkommen, schön, dass du da bist.

Oke Göttlich: Ja, sehr gern, danke, dass ich da sein darf.

Thomas Mühlnickel: Oke, dieser Podcast heißt ja, Damit die Guten gewinnen. Wer sind denn für dich die Guten?

Oke Göttlich: Also das sind die Mitglieder und Fans des FC St. Pauli, weil ...

Thomas Mühlnickel: Ich bin ein guter, ich wusste es.

Oke Göttlich: Nein, das ist tatsächlich etwas, die haben seit 40 Jahren ungefähr da etwas aufgebaut, was es im deutschen Fußball sonst so nicht noch einmal gibt. Und es zeigt, dass eine Community stark sein kann und dass eine Community Dinge aufbauen kann, auch aus eigenen Mitteln, auch organisch und ohne große finanzielle Injektionen von außen und trotzdem auch erfolgreich und leistungsmäßig bestehen kann.

Thomas Mühlnickel: Dieser Podcast hat eine Reihe mittlerweile. Wir sind jetzt in Folge 14 heute und in Folge 1 saß hier Martin Schulz auf deinem Platz und wir haben damals sehr viel über den 1. FC Köln und den FC St. Pauli gesprochen und ich habe mich damals geoutet. Insofern ist es gut, dass wir jetzt 13 Folgen später es ein bisschen auflösen können, dass ich meinen Herzenspräsidenten hier sitzen habe und mit dir über den FC St. Pauli, über die Gesellschaft reden darf.

Oke Göttlich: Und Herrn Schulz treffe ich dann ja im Spiel gegen den FC Köln vielleicht.

Thomas Mühlnickel: Mit Sicherheit. Er ist ja großer Fan. Und du hast ja einen geraden und ungeraden Lebenslauf in sich, oder? Du hast Sportwissenschaften studiert, du hast als Journalist auch über Sport berichtet, du hast aber gleichzeitig sehr independent in der Musikbranche auch gearbeitet als Gründer. Wie kam das mit diesen beiden verschiedenen Welten eigentlich zusammen bei dir?

Oke Göttlich: Naja, einfach weil ich nur Dinge mache, die mir leidenschaftlich Spaß machen und ich habe immer gesagt, zweigleisig fahren hilft und die Musik habe ich erst während des Studiums so entdeckt und für mich wirklich so als überhaupt ein Feld kennengelernt und Sport habe ich schon sehr früh viel aktiv gemacht, dann eben auch schon Fanmagazin journalistisch rund um den FC St. Pauli und das war dann so der Weg, ich studiere jetzt Sport und werde dann Sportjournalist. Und ja, so sind die Wege sich dann, haben sich gekreuzt und haben sich dann manchmal entfleddert auch wieder. Dann war ich mal mehr in der Musik und habe ein Label gegründet. Dann war ich wieder mal mehr im Sportjournalismus. Dann habe ich auch Musikjournalismus viel gemacht. Und dann habe ich eine eigene Musikfirma gegründet und mit einem Kumpel zusammen und auch ehrlicherweise in dem Zusammenhang FC St. Pauli. Und auch da ist eine Community entstanden, wo Menschen dann über Musikkultur sich ausgetauscht haben. Dazu haben wir dann meinen Partner kennengelernt, der außerhalb des FC St. Pauli, aber sehr technisch affin gewesen war. Und wir haben den ersten digitalen Musikvertrieb in Europa gegründet, damals mit Finetunes. Und dann gab es irgendwann den Punkt, zu klein und groß zu sein, zu groß und klein zu sein. Und man musste dann so ein bisschen ... Gucken, was macht man da? Und ich habe dann auch festgestellt, es ging immer weniger um Musik, immer mehr um Verwaltung. Und dann fragte mich der damalige Aufsichtsrat des FC St. Pauli zu meiner kompletten Überraschung, ob ich mir denn vorstellen wollen würde, beim FC St. Pauli im Präsidium und als Präsident zu agieren. Und ich war völlig geschockt, bin nach Hause gegangen und fragte meine Frau, ob ich das darf. Und sie sagte, okay, ich möchte dich auf jeden Fall nicht erleben, wenn du 80 bist und sagst, du hast es nicht gemacht und in Anführungsstrichen mir dann auch noch einen Vorwurf draus drehen würdest. Und das Ganze ist aber auch überhaupt nicht so dramatisch, wie es jetzt klingt, weil die gesamte Familie ist teilweise tiefer im FC St. Pauli drin, als ich es zu den damaligen Jahresaltern der Kinder jetzt damals war.

Der FC St. Pauli und gesellschaftliche Verantwortung

Thomas Mühlnickel: Aber das war ja damals auch 2014, als du Präsident wurdest, wirkte das ja so ein bisschen wie, der kann was, da kommt aber so ein bisschen auch so ein Fan irgendwie zum Präsidentenamt. Da kommt was anderes zusammen als früher, wo Millionäre Geld in den Verein gesteckt haben und wieder rausgeholt haben oder Corny Littmann als so eine sehr bekannte Reeperbahnfigur Präsident wurde. Das hatte irgendwie so einen anderen Spirit auch gleich, als wäre jetzt im Verein etwas Neues am Start.

Oke Göttlich: Ja, es war glaube ich auch so ein bisschen im Hintergrund, wie ich jetzt aber auch viel später so festgestellt habe, so ein bisschen so diese Richtungsfrage und auch die Richtungsfrage, die den FC St. Pauli immer beschäftigt. Ist es alles um den Fußball, was den FC St. Pauli beschäftigt? Groß macht als das, wofür man steht und was man ist oder geht es um den Sport und irgendwie hat der FC St. Pauli es nie so richtig geschafft, beides vernünftig zusammenzubringen und du hast auch heute noch immer mal die Frage, weil es natürlich Menschen gibt, die sagen, der kümmert sich jetzt nur um die oder der FC St. Pauli kümmert sich jetzt gerade nur um die Sachen um den Sport und andere sagen, oh boah, da ist aber auch sportlich ganz schön viel passiert. Jetzt können sie sich mal wieder ein bisschen mehr um gesellschaftliche Themen kümmern. Und ich glaube, diese Balance ist das Elementare und das war so ein bisschen die Suche. Und ich war, wie gesagt, auch völlig überrascht, dass man auf mich kam. Und ich glaube, mein Vorteil war. Dass es ja ein Ehrenamt unbezahlt gewesen ist bis vor zwei Jahren und es ja dann dadurch immer nur sich gewisse Klientels und auch privilegierte Menschen es sich leisten konnten, es zu tun. Und ich hatte das Privileg durch das Unternehmertum und auf der anderen Seite war ich aber noch sehr jung mit 38, sodass ich noch nicht, ich sag mal, ganz ins Establishment verloren gegangen bin und dementsprechend konnte man das so ein bisschen besser aus der Position heraus balancieren.

Oke Göttlich: Und heute ist es so, und da bin ich auch dem Aufsichtsrat und auch den Mitgliedern am Ende dankbar, es ist jetzt nicht nur wegen erster Liga, sondern auch in der zweiten Liga dann ein bisschen niedriger, aber wir sind eine 100 Millionen Euro Unternehmung, eine Sportunternehmung, eine Gemeinschaftsunternehmung. Eine Community-Bewegung und das schaffst du tatsächlich nicht, Und ehrenamtlich, zumindest solange du auch noch voll haftbar für all das bist, was du da tust, das ist irgendwann nicht mehr darstellbar. Und deshalb bin ich dir noch dankbar, dass sie den Weg ermöglicht haben, völlig unabhängig von meiner Person, dass wir auch zukünftig im Präsidium des FC St. Pauli Menschen haben können, die auch Expertinnen auf ihrem Gebiet sind und hoffentlich auch diese Balance perfekt darstellen können.

Thomas Mühlnickel: Ich kann auch allen raten, mal außerhalb des Kickers sich mit dem FC St. Pauli zu beschäftigen. Auch überhalb dieses, die Kiez-Kicker, der linke Rabaukenverein oder wie auch immer man das alles nennt, der Kult-Club. Da ist ja sehr viel mehr dahinter, was eben auch an Vereinsarbeit passiert. Und du bist ja auch nicht Präsident nur der Fußballabteilung, sondern eines ganzen großen Vereins und ich finde es immer spannend, wenn ich dann mein Newsletter regelmäßig bekomme, da wird über alles geschrieben und so ein ganz kleines bisschen über Fußball und ich finde das ganz charmant, dass das immer genau so gemacht wird, dass nicht immer nur die erste Mannschaft, die in der Bundesliga spielt, drei Viertel des Heftes bekommt, was natürlich die Öffentlichkeit in Deutschland so und so sehen würde, sondern der ganze Verein dargestellt wird.

Thomas Mühlnickel: Du kandidierst jetzt für deine vierte Amtszeit, das ist satzungsgemäß deine letzte. Du musst danach dann raus.

Oke Göttlich: Ja, ist Schluss.

Thomas Mühlnickel: Genau. Außer irgendjemand kommt wieder die Satzung zu ändern.

Oke Göttlich: Aber es ist die Idee, also ich glaube nicht, dass die haben wir im politischen Umfeld gerade genug. Ich glaube, dafür steht der FC St. Pauli nicht, da jetzt die Satzung zu ändern und ehrlicherweise, es ist auch gut, wenn dann etwas passiert, was wieder frisch, anders und auch neu ist. Und es ist momentan natürlich recht leicht, wo es sportlich und erfolgreich einigermaßen gut aussieht. Aber jetzt auch die Herausforderungen in der ersten Liga ja nicht kleiner werden, auch in der nächsten Saison nicht. Dass man noch einmal sagt, okay, es geht jetzt los und wir haben jetzt gerade die Genossenschaft gegründet. Wir haben eigentlich Dinge auf die Beine gestellt, die jetzt wirklich ... Wirklich wichtig sind. Und jetzt hast du natürlich das ganz neue Thema seit dem Wochenende eigentlich. Hamburg bewirbt sich für Olympia und welche großen infrastrukturellen Themen sind damit auch für den FC St. Pauli verbunden. Das heißt, wenn du jetzt, ich sage jetzt mal in Anführungsstrichen, einfach sagen würdest, weil Oke keine Lust mehr hätte oder weil der Verein sagt, wir müssen jetzt was anderes machen, dann wären auf jeden Fall einige lose Enden dann doch noch da. Und die losen Enden würde ich gerne zusammenbinden und bin da auch in einem sehr guten Gespräch mit dem Aufsichtsrat gewesen, weil wir gesagt haben, wir denken auch jetzt schon sozusagen in vier Jahren und eigentlich auch schon ein bisschen kurzfristiger, wie sieht eigentlich dann die Übergangsphase aus und damit bin ich sehr, sehr einverstanden, weil ich kann auch sagen, so ein Amt ist ... Viele Leute denken, es ist ein Traumamt, das ist es auch, es macht wahnsinnig viel Spaß, Aber es zehrt auch krass an den Nerven und zwar nicht nur aufgrund der Ergebnisse, sondern dadurch, dass wir uns politisch und gesellschaftlich so engagieren, ist es auch persönlich manchmal über die Grenze.

Thomas Mühlnickel: Der Verein kratzte auch hier und da mal am Abstieg in die dritte Liga und da weiß man auch so halbwegs, was heißt das für Kolleginnen, für Mitarbeiter, für den ganzen Stamm, für den ganzen Staff. Das heißt, man hat am Ende eine ganz schwere, harte Entscheidung zu treffen, weil man natürlich einen Verein, der oben in der zweiten oder unten in der dritten, in der ersten Liga spielt, in der dritten Liga komplett anders führen müsste. Und das ist ja auch ein Druck, den du ja mitführen musst als Präsident.

Oke Göttlich: Die Dynamik ist ganz anders als in herkömmlichen Unternehmungen. Da können auch drastische Dinge auf einmal passieren. wenn ich sage mal, eine Produktion fällt aus oder ähnliches. Aber hier geht es jedes Jahr darum, um, sage ich mal, fast 20, 25 Prozent eines Budgets mehr oder weniger ad hoc zu verwalten und dann auch zu managen. Und das natürlich auch in dem Zusammenhang, wie ist es für die Mitarbeitenden und so weiter und auch für die gesamte Organisation. Und das sind auch Themen, muss man sagen, vor elf Jahren. Und das weiß man ja auch alles, dem FC St. Pauli ging es ja auch, sage ich mal, jetzt sind wir wirtschaftlich so stark wie wahrscheinlich noch nie, das ist kein Ausruhen. Aber vor elf Jahren haben wir natürlich auch Dinge vorgefunden, das ist keine Kritik an den Vorgängern, weil sie einfach etwas aufgebaut und auch verwalten mussten, was nicht da war. Und all das, wofür wir stehen, ob es Diversität, Integration und vor allen Dingen für etwas, also für Menschlichkeit, Humanität und so weiter sind, das waren Dinge, die vor elf Jahren zwar nach außen in der Projektion da waren, aber nach innen schwer vorhanden waren und das aufzubauen und auch diese Verantwortung zu tragen. Das ist wichtig und das ist anstrengend, aber das Allerwichtigste ist, dass der gesamte Verein mit Fans und Mitgliedern auch diese Selbstverantwortung und Mitverantwortung übernimmt, denn der Verein ist tatsächlich nur so stark, wie seine Mitglieder und seine Community am Ende das Thema auch lebt. Und da geht es von Themen wie Gewalt über Themen wie gehen wir, wo stellen wir uns politisch, gesellschaftlich in welche Felder und in welche auch nicht. Für was stehen wir, aber auch klar gegen was stehen wir. Und da ist auch immer so ein Bild, der FC St. Pauli ist so mega tolerant. Nein, wir haben ganz klare Grenzen auch für Toleranz und das ist bei Rassismus und das ist gegen unmenschliche Vorgänge auf der gesamten Welt, ohne dass wir uns natürlich um jedes Konfliktgebiet auf dieser Welt natürlich immer direkt kümmern können. Und da sind wir dann auch keine Partei oder sind wir auch keine Politik, sondern da sind wir dann auch der kleine Stadtteil, Fußballverein, der aber gerne sich auch politisch und gesellschaftlich äußert.

Thomas Mühlnickel: Das ist ja das Spannende in der heutigen Zeit. Gerade die Organisationen, die die Menschen bewegen, die die Menschen ständig erreichen, die gehen ja oft nicht in die Vorbildfunktion. Und wenn man mal in die Popkultur schaut, die großen Stars, die sind da alle sehr vorsichtig. Oder wenn man eben auch in den Profisport guckt, da sind viele Vereine so. Hat sowas von eine Art Greenwashing im sozialen Bereich. Wir sagen ein bisschen was, aber so richtig hart sind wir nicht. Da ist St. Pauli ja der Verein schon immer sehr viel offensiver gewesen als andere. Habt ihr da auch in der eigenen Community von anderen Vereinen Gegendruck erlebt?

Oke Göttlichs Amtszeit und Herausforderungen

Oke Göttlich: Also natürlich sind wir die, die dann teilweise als lautstark und. Und oppositionell wahrgenommen werden. Das ist einerseits und das wird uns dann noch teilweise, ach das ist ja nur ein Marketing-Gag, vorgeworfen. Und auf der anderen Seite wird es schon gesehen, dass wir uns inhaltlich auch stark mit den Themen auseinandersetzen und dass wir das auch leben, was wir tun. Also auch wenn wir im sehr kapitalintensiven Profifußball unterwegs sind, verzichten wir jedes Jahr auf mehrere Millionen Euro aufgrund von Mitgliederbeschlüssen. Wir stellen unser Merchandising nachhaltig her etc. Pp. Ich muss nicht alles aufzählen. Und da werden wir natürlich intern teilweise so ein bisschen, vielleicht manchmal aus Neid, manchmal aus, ach die sind mir zu laut und die sind mir zu oppositionell angefeindet und dann möchte ich aber auch mal eine Lanze brechen für auch Vereine, wo man sich dann wundert, dass gerade ich sie jetzt mal hervorheben würde, aber so ein VfL Wolfsburg, Hoffenheim und sowieso auch der FC Bayern jetzt mal als Branchenprimus. Wenn die dann eine Arbeit wie der FC Bayern mit Rassismuskampagnen, dann denkt man immer gleich, oh Gott, Kampagne, es ist alles schlecht, dann ist das inhaltlich auch natürlich finanziell so gut hinterlegt. Da würde ich manchmal mir wünschen, das könnten wir beim FC St. Pauli auch so gut tun. Also da wird manchmal auch so über den zum Beispiel FC Bayern gelächelt, ist aber inhaltlich sehr stark fundiert, wenn da was passiert oder wenn wir auch gemeinschaftliche Aktionen jetzt in der letzten Saison gemacht haben. Das war wirklich mega stark. Hoffenheim ist ein ganz starker Nachhaltigkeitstreiber, auch wiederum natürlich mit ein paar wirtschaftlichen Verbindungen hinsichtlich der Schwarz Gruppe, die aber auch sehr viel im Nachhaltigkeitsbereich hier in Deutschland auf die Wege stellt. Und das sind dann auch mal Dinge, die man hervorheben kann und nicht immer nur abtun sollte. Und da passiert teilweise mehr, als man mitkriegt. Und der FC St. Pauli, Deshalb bin ich zum Beispiel auch im DFL-Präsidium, ist dann immer so, man sitzt mit am Tisch und es hilft zumindest, glaube ich, dass nicht alle Entscheidungen einfach nur rein nach dem Kapitalgesichtspunkt angeguckt werden, sondern sich die Wettbewerbsintegrität und das Miteinander, die Solidarität, auch die Nachhaltigkeit zumindest immer nochmal in den Köpfen eine Rolle spielen. Und deshalb sage ich immer, dann werden zumindest nicht 120% schlechte Entscheidungen, sondern vielleicht nur 105% schlechte Entscheidungen getroffen.

Thomas Mühlnickel: Ich finde das ja total spannend, dass in diesem Verein die Logik gilt, wer sich solidarisch verhält, den schätzen wir. Und mit dem gehen wir auch solidarisch um. Also mein Beispiel ist da eben der FC Bayern, von dem wir gerade sprachen, und Uli Hoeneß in den 90ern. Wurden da irgendwie Pfennige auf die geschmissen und was nicht alles. Da stand ich auch im Stadion und fand das auch alles damals als Teenie ganz witzig. Dann war Anfang der 2000er der Verein quasi komplett pleite. Es gab diese große Retteraktion und Uli Hoeneß war der, der kam und sagte, St. Pauli ist ein wichtiger Verein, wir brauchen den hier in Deutschland, wir kommen jetzt und wir schenken euch quasi ein Spiel und hat damit sehr stark beigetragen, den Verein mitzuretten. Und seitdem gibt es eine gewisse Bindung zwischen dem FC Bayern und besonders Uli Hoeneß und auch bei den Funktionären, aber eben im gesunden Verein nehmen auf und sagt, okay, ihr habt uns damals geholfen, wir behandeln euch jetzt nicht mehr schlecht. Ich finde, das ist vorbildlich.

Oke Göttlich: Also es ist unfassbar und das muss man auch wirklich, kann man gar nicht sagen, wie sehr wir uns teilweise mit dem FC Bayern auch austauschen über Themen. Wir sind natürlich in manchen Themen völlig unterschiedlich, weil wir natürlich auch völlig unterschiedliche Vereine und Organisationen sind und auf völlig unterschiedlicher Flughöhe agieren. Aber am Ende haben wir auch ein ähnliches Thema und ich war völlig überrascht, um mal von dem Uli Hoeneß-Thema wegzukommen, als ich mit Karl-Heinz Rummenigge sprach, während wir dort spielten und er sagte, beim Thema zum Beispiel Gehaltsobergrenzen.

Oke Göttlich: Herr Göttlich, da haben wir eine Meinung. Also das heißt, das ist etwas.

Oke Göttlich: Da wird dann der belächelte FC St. Pauli, der irgendwelche sozialistischen Regularien, wie einige sie dann betiteln und lächerlich machen.

Oke Göttlich: Auf einmal für den FC Bayern und auch durch die eigenen Gedanken des FC Bayern, so ein bisschen kommen wir da zusammen, weil die Bayern natürlich auch merken, wie sollen wir denn mit Man City oder Paris Saint-Germain oder dem Geld aus dem Nahen Osten konkurrieren können und wir brauchen Regularien und das sind zum Beispiel Themen, die der FC St. Pauli jetzt seit 15 Jahren noch teilweise vor meiner Zeit durch Andreas Rettig, während meiner Zeit und so weiter und auch mit meinen Kolleginnen und auf der Geschäftsstelle mit Wilken Engelbracht einfach immer wieder treibt, um vielleicht festzustellen, ja Prozesse dauern. Und ich finde, das ist auch ein gesellschaftlich wichtiges Thema, dass wir sagen, natürlich wollen wir sofort alles immer und wollen alles sofort verändern, dass es die bessere, schönere, richtigere Welt gibt. Aber wir müssen manchmal auch den Zahn der Zeit zulassen und sagen, Prozesse dauern manchmal auch. Und ich habe gerade so das Gefühl, viele Themen, die im Fußball diskutiert werden, spielen im Kosmos FC St. Pauli schon länger eine Rolle. Und das heißt, ich will mich da gar nicht auf eine Vorreiterrolle setzen oder uns auf die Schulter klopfen. Aber man merkt eben so ein paar von diesen Regulatoriken zum Beispiel, die wir in dem Wirtschaftssystem Profifußball dringend benötigen, sind Themen, die ich vor elf Jahren auch schon ansprach teilweise.

Thomas Mühlnickel: Bevor wir über die Genossenschaft reden, das müssen wir dringend heute tun, kannst du mir kurz fünf Sätze vervollständigen?

Oke Göttlich: Ja.

Thomas Mühlnickel: In der Öffentlichkeit beeindruckt mich derzeit.

Oke Göttlich: Der Auftritt der Partei Die Linke.

Thomas Mühlnickel: Über Deutschland denke ich.

Oke Göttlich: Dass wir gemeinschaftlich überlegen, für was wir sein wollen und nicht nur gegen was wir sein wollen.

Thomas Mühlnickel: Wir sollten mehr Wert legen auf.

Oke Göttlich: Direkte Gespräche und weniger Social Media.

Thomas Mühlnickel: Der nachfolgenden Generation rate ich.

Oke Göttlich: Schmeißt die Handys weg.

Thomas Mühlnickel: Ich sag dir gleich, wer das schon mal zu mir gesagt hat. Morgen wird besser als heute, weil?

Oke Göttlich: Weil wir am Ende erkennen, dass Menschenfeindlichkeit keine Lösung ist.

Thomas Mühlnickel: Danke für die Antworten. Ich habe noch einen zweiten Podcast. In Vino Wer Wie Was, ein sehr erfolgreicher Wein-Podcast, lustigerweise, Unterhaltungsformat. Da hatten wir den Zwei-Sterne-Koch Christian Lohse zu Gast. Und ich stelle genau diese eine Frage stelle ich da auch. Die andere stelle ich nicht so, aber diese eine stelle ich da auch. Und auf diese eine Frage sagt der Christian eines Tages, schmeißt die Handys weg. Exakt im gleichen Wort. Sehr lustig.

Oke Göttlich: Ja. Ja, muss ich mal kennenlernen. Ich kenne ihn nur vom Namen natürlich.

Thomas Mühlnickel: Spannender Typ. Also jetzt kurze Werbung für Christian Lohse. Ich mag ihn persönlich sehr. Er hat zu Hause bei sich in Falkensee einen Salon. Da können wir zusammen hingehen. Da kann man sich bei ihm abends einbuchen. Und wird von Christian ein, zwei Sterne Koch, zu Hause in der Wohnküche bekocht. Das ist ein toller Abend bei ihm, sehr lustig.

Der FC St. Pauli: Eine Community-Bewegung

Thomas Mühlnickel: Ihr habt eine Genossenschaft gegründet. Ihr wart die Ersten, die damit losmarschiert sind. Ich glaube, der FC Schalke kam dann etwas später auch mit einem ähnlichen Konzept und habe es damit geschafft, ein Stück weit Banken aus dem Geschäft rauszunehmen rund ums Stadion. Also ich als Genossen, ich habe da zwei Anteile, glaube ich, gekauft. Ich glaube, genau so habe ich es jedenfalls verstanden. Man versucht, Geld von Mitgliedern oder von Fans und Genossinnen und Genossen einzusammeln, um sich finanziell unabhängiger zu machen, weil zum Beispiel sowas wie Namensrechte fürs Stadion werden beim FC St. Pauli nicht verkauft. bestimmte Sponsoren, die andere Vereine nehmen, nimmt der Verein nicht an. Das ist das, was du eben meintest, mit ihr verzichtet auf viel Geld jedes Jahr. Und so hat man jetzt mit 22.000 Menschen waren es 30 Millionen Euro eingesammelt.

Genossenschaft und finanzielle Unabhängigkeit

Oke Göttlich: 26.000 Menschen inzwischen und es sind inzwischen, also die 30 sind wirklich, offiziell sind es 29,2. Aber auf der Warteliste, auch in den letzten Wochen, ging es turbulent her. Also wir sind bei den 30 auf jeden Fall, aber 29,2 ist die offizielle Zahl und diese Idee der Genossenschaft ist. Lang und tief, auch in den Zeiten, wo Andreas Rettig und ich viele Zugfahrten miteinander hatten zur DFL und nach Frankfurt. Wie können wir denn dieses Thema der finanziellen Ungleichheit, der Wettbewerbungleichheit angehen? Der FC St. Pauli kann eben nicht die üblichen Finanzierungswege gehen, wir die dann nicht aus. Wir suchen uns nicht den Mäzen, der uns unterstützen kann. Und dann haben wir uns überlegt, dann haben wir eine kühne Idee und überlegen uns, dass wir eine Genossenschaft mal überlegen. Und diese Genossenschaft ist eben deshalb so wahnsinnig interessant, weil sie dem e.V., Und wir sind ein hundertprozentiger e.V., weil uns Mitgliederpartizipation extrem wichtig ist, weswegen wir uns sportpolitisch für den Erhalt von 50 plus 1 der Partizipation auch einsetzen, ist die Genossenschaft das Einzige, was für den FC St. Pauli geht. Das heißt, egal wie viele Anteile du kaufst, du mit deinen zwei Anteilen hast eine Stimme. Ich habe ein paar mehr Anteile gekauft, habe auch nur eine Stimme und deshalb können wir uns sozusagen auf Augenhöhe bei der Genossenschaftsversammlung dann auch begegnen, können uns austauschen, ist das, was der Genossenschaftsvorstand da vorträgt, dann gut oder nicht gut und können dann abstimmen. Dort können wir auch abstimmen, bekommen wir gegebenenfalls eine Ausschüttung und wie hoch soll diese sein oder werden Rücklagen gebildet, um vielleicht auch weiter die Community, in dem Fall jetzt das Stadion. Wachsen zu lassen. Und das ist die Idee.

Thomas Mühlnickel: Wie kommst du auf das Thema Partizipation, Gleichberechtigung, unabhängig davon, wie viele Anteile eine Person zeichnet?

Partizipation und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Thomas Mühlnickel: Und das ist ja gerade das spannende Prinzip, jeder hat eine Stimme. Das ist nicht, wie es in einer Aktionärsversammlung ist, wo der, der viele Anteile hat, auch mehr bestimmen kann, weil er mehr Stimmen kriegt durch die Aktien, sondern dass es eher ist wie in einer Mitgliederversammlung. Egal, ob du arm oder reich bist, ob du viel gekauft hast, wenig gekauft hast, du hast am Ende eine einzige Stimme. Und das ist auch ein Stück weit gesellschaftlicher Zusammenhalt, den ich meine. Viele Leute scheuen das, weil sie dann auch wieder sagen, oh Gott, da bekomme ich sehr viel kritisches Feedback. Oder das erlebt man ja auch in der Politik, dieses, oh Mann. Das mit den Bürgerinnen ist manchmal auch ganz schön anstrengend, weil man bekommt natürlich viel Feedback und es wird dann als Kritik aufgenommen und sie wird als persönliche Kritik wahrgenommen und dann traut man sich sozusagen nicht mehr. Aber es ist das elementar Wichtige, mit den Menschen zusammen Dinge zu gestalten. Es kann sein, dass es manchmal einen Tick langsamer geht, weil man mit vielen kommunikativen Elementen und vielen Menschen sprechen muss. Aber es ist auf jeden Fall eins, und das haben wir beim FC St. Pauli ja, finde ich, schon in den letzten 40 Jahren erlebt. Es ist ein wirtschaftlich, sportlich und auch in der gesellschaftlichen Arbeit Verein, der sich über 40 Jahre positiv entwickelt hat, auch mal mit Höhen und Tiefen und trotzdem aber positiv entwickelt hat, weil die Menschen da zusammenstehen. Und ich finde, das ist für unsere Gesellschaft so wichtig zu verstehen, dass wir das Thema, wenn es auch um Energie, wenn es um Wohnungsbau und so weiter geht, Wohnungsbaugenossenschaften überlegen und ich bin mir sicher, Und wir haben das große Thema in unserer Gesellschaft soziale Ungleichheit. Für mich das Thema, warum es zu diesen politischen Spaltungsbewegungen kommt. Und da sind Genossenschaften auf jeden Fall auch ein Thema, was sich PolitikerInnen deutlich angucken sollen.

Thomas Mühlnickel: Erdrücken euch die Erwartungen manchmal, die an euch auch gestellt werden, dass ihr noch mehr machen könntet, noch mehr machen solltet?

Oke Göttlich: Klar, also ja, und es ist vor allen Dingen ganz schwer. Wir haben jeden Tag natürlich auch Themen, die uns, ich sag mal, zerreißen können. Unser Stadion hat nur 29.500 Plätze. Es gibt dann neue Kartenvergabesysteme und wir bekommen sehr viele Briefe, dass man dann natürlich, das sei ja unsolidarisch und toll, dass der FC St. Pauli sagt, leave no one behind, aber ihr lasst jetzt Leute hintendran, die ihr nicht ins Stadion lasst. Oder nehmen wir auch aktuelle Konfliktregionen, wo dann natürlich in Sachen Ukraine und Russland noch eine sehr große Schnittmenge passiert. In dem Thema Nahost ist natürlich etwas, was jeden Menschen, glaube ich, in der komplexen Situation teilweise überfordert. Wir aber ganz klar sagen, wir sind gegen jeden Antisemitismus bzw. Für Menschenfreundlichkeit und das bedeutet für jüdisches Leben, aber auch für palästinensisches Leben der Zivilgesellschaft. Und die Hamas bleibt eine Terrororganisation, die dazu natürlich auch beigetragen hat, dass es zu einer großen Eskalation geführt hat. Genauso wie Netanyahu ein rechtsextremer Politiker ist, der seine Position zu harsch durchsetzt. Und wir müssen diese Themen auch differenziert betrachten und die zerreißen uns aber teilweise im Sinne von: Wie gehen wir empathisch miteinander um, diese Position noch austauschen zu können und nicht nur eine Richtung zu vertreten und sagen, alles andere ist falsch. Und das ist gesellschaftlich momentan dieses Eins-und-Null-Denken, was natürlich sehr technisch ist, was sehr Social Media getrieben ist, das sind Dinge, die uns zerfetzen.

Thomas Mühlnickel: Das ist ja auch so, dass wir in der gesellschaftlichen Stimmungslage, in der gesellschaftlichen Kommunikation immer mehr in die Extreme rutschen, wie wir sofort auch Urteilen und andere Meinungen nicht mehr wahrnehmen wollen. Du sprachst eben davon, dass ihr in den Jahren jetzt den Vereinen so eine Balance gebracht habt insgesamt, aber dann fallen eben Gesellschaftsthemen auch rein, die natürlich auch in dieser sehr aktiven Mitgliedschaft schnell die Balance aus dem Gleichgewicht bringen können.

Oke Göttlich: Ja, nochmal, also die Erwartungen, die teilweise an uns gestellt werden, die können wir nicht erfüllen. Also wir sind nicht der nachhaltigste Klub. In der Bundesliga. Und da gibt es Begründungen für, weil wir es uns auch finanziell nicht sofort leisten können, alle Dächer mit Photovoltaik zum Beispiel zu machen. Aber wir können zum Beispiel mit unseren Partnern, wie jetzt in dem Fall mal ein Partner, aufs Dach eine Regenbogen-Photovoltaikanlage bauen. Ist das symbolisch? Ja, ist es. Aber es ist etwas, was auch für Hamburg, für alles Mögliche ein tolles Symbol für Integration, für Diversität ist. Und da kommen wir dann gleich wieder zu dem nächsten Auftrag. Der FC St. Pauli ruft natürlich auch auf und vertritt stark die CSD-Bewegung, die natürlich in diesen Zeiten, wo jeder Diversität eher streicht, auch wieder als Unternehmung und auch in der Politik und die auch teilweise geschützt werden müssen vor rechten Kräften. Dass wir dort auch ein Zeichen setzen im Sinne von, wir machen darüber auch mehr als nur das Photovoltaik-Dach, Sondern darüber eben auch diesen, wir müssen CSD schützen zum Thema.

Thomas Mühlnickel: Ich finde, das ist das, was man dem Verein hoch anrechnen kann. Er lässt sich nicht aus wirtschaftlichen Gründen oder aus Druck von der Seite der Schwachen bringen und von der Seite der aus Vereinssicht richtigen gesellschaftlichen Entwicklung. Da seid ihr sehr straight.

Oke Göttlich: Ja, und das tut auch manchmal weh, weil wir eben zum Beispiel natürlich wünschen sich, wünscht sich die eine Seite in der Krisenregion A, dass wir nur Stellung beziehen zu Thema A und die Gruppe B möchte, dass wir nur Gruppe B betrachten. Und das auch sozusagen zusammenzubringen, dass wir eben sagen, nein, unser Thema ist in erster Linie, wofür stehen wir? Und das ist das Thema Menschlichkeit und Menschenfreundlichkeit und dass wir eben sagen, jeder Krieg und jede Waffe ist auf jeden Fall erstmal eine, die wir nicht dulden wollen. Wollen wir nicht. Aber natürlich gibt es auch wiederum Verteidigungsthemen auf allen Seiten, die irgendwo nachvollziehbar sein müssen. Da sind wir auch nicht naiv. Und wir versuchen, das dann zusammenzubringen, dafür aber auch Räume zu schaffen und vor allen Dingen auch für nicht privilegierte Menschen für nicht privilegierte Meinungen auch einen Raum zu geben und das tun wir im Stadion, das tun wir auch in Räumlichkeiten, Diskussionszirkeln, machen Diskussionen zu verschiedenen Themen, um diese Pluralität auch zuzulassen und wünschen uns eben aber auch, dass Menschen diese Pluralität auch zulassen können, ohne dann gleich darin den großen Affront zu sehen. Und nicht zu viel in euch rein zu projizieren, weil am Ende ist es dann immer noch ein Sportverein.

Thomas Mühlnickel: Genau und das vergisst man dann immer. Wir sind am Ende, auch wenn wir uns ein wenig das wünschen würden, dass wir die Welt noch viel mehr nicht nur für einige Menschen verbessern können, sind wir keine politische Partei am Ende. Und es gibt Leute, die immer mal wieder die Idee im FC St. Pauli haben lassen, so eine politische Partei gründen.

Oke Göttlich: Und ich sag mal, das ist auch gar nicht ganz ferndenkend und fernliegend, aber das werden wir natürlich nie sein. Wir sind der Fußballklub FC St. Pauli von 1910, eingetragener Verein. Da steht alles drin. Wir sind ein Fußballklub, wir wohnen auf St. Pauli, wir sind ein eingetragener Verein. Die Leute, unsere Community partizipieren. Wir stehen für Demokratie und Mitmachpolitik.

Vision für die Zukunft bis 2050

Thomas Mühlnickel: Jetzt stell dir mal eins vor. Dieses kleine Studio ist in Wahrheit eine Raumkapsel. Wir fliegen jetzt zeitlich weiter bis zum Jahr 2050. Wir beide steigen am Brandenburger Tor wieder aus. Was für ein Land sehen wir?

Oke Göttlich: Wir sehen ein Land, das versteht, dass wir das Klima schützen, geschützt haben und sehr viel mehr anders bauen, klimaneutraler bauen und sehen ganz andere Wohngebäude, viel mehr grüne Verschattung. Und wir sehen ein Land, was zufrieden, gesellschaftlich zufrieden damit ist, sehr früh transformativ agiert zu haben, auch wenn es damit schwere Zeiten durchstehen musste, wo es wirtschaftlich mal kurzfristig nicht so gut aussah.

Abschluss und Ausblick auf weitere Gespräche

Thomas Mühlnickel: An alle, die uns jetzt zusehen und zuhören und sich wundern, warum ich nach einer halben Stunde schon die übliche Abschlussfrage gestellt habe. Ich muss jetzt einmal kurz die Katze aus dem Sack lassen. Du bist heute gekommen, um bei uns bei ASK auf einer Veranstaltung zu sprechen. Da warten gerade über uns hier über dem Keller etwa 80 bis 100 Leute darauf, dass wir gleich zu dieser Veranstaltung kommen. Ich muss gleich begrüßen, ich darf gleich begrüßen. Wir haben ganz viele spannende, tolle Gäste neben dir da und wir beide haben uns recht spontan entschieden, wir machen schnell noch eine Folge von Damit die Guten gewinnen. Deshalb ist sie leider heute etwas kürzer, weil wir jetzt auch nochmal hoch müssen. Oke, es hat mich riesig gefreut, dass du da warst. Vielleicht schaffen wir es ja, weil wir noch so viel zu besprechen gehabt hätten, dass es nur eine Folge 1 war und wir machen später nochmal eine Folge 2. Und danke dir vielmals für deinen Besuch und Teu, Teu, Teu für die neue Bundesliga-Saison.

Oke Göttlich: Sehr gerne, hat Spaß gemacht und ja, wir werden kämpfen. Danke.

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